Latein

I.    Latein als Weg zur allgemeinen Hochschulreife

LateinMit Latein als zweiter Fremdsprache können Sie an der BOS die allgemeine Hochschulreife erlangen, die Ihnen die freie Auswahl der Studienfächer an allen Universitäten ermöglicht und die Verwirklichung gehobenerer Berufswünsche näher rückt.

Gleichzeitig fordern die Universitäten Lateinkenntnisse immer noch als Voraussetzung für eine Reihe von Studiengängen v.a. im sprachlichen und geisteswissenschaftlichen Bereich. Diese „gehobenen Lateinkenntnisse“ können Sie bereits an der BOS erwerben. Genaue Informationen über Studiengänge und die nötigen Voraussetzungen erhält man an den Universitäten  oder über die Informationsbroschüre Studien- und Berufswahl.

Abgesehen von formalen Überlegungen gibt es genügend andere Gründe die lateinische Sprache zu erlernen:
-    Durch ihren klaren Aufbau fördert sie das Erkennen von Satzstrukturen und Ausdrucksmöglichkeiten auch im Deutschen und in anderen Sprachen und trainiert das logische Denken.
-    Da Latein an den Schulen wie das Deutsche gesprochen wird, ergeben sich keine
      Schwierigkeiten mit der Aussprache oder Schrift wie in anderen Fremdsprachen.
-    Erstaunlich sind besonders die geistigen, kulturellen und sprachlichen Einflüsse der Römer auf andere Länder der westlichen Welt durch die damalige Ausdehnung des Römischen Reiches. Bei der Lektüre von lateinischen Originaltexten stoßen wir auf  interessante Texte zur Staatsführung, Philosophie und Dichtung.

 
II.    Bestimmungen in der neuen Schulordnung

1.    Wenn Sie unsere Schule besuchen wollen, können Sie sich gleichzeitig zum Lateinunterricht anmelden. Sie brauchen keine Vorkenntnisse und besuchen den Unterricht in Latein in der 12. und 13. Klasse (Belegung als Wahlpflichtfach und wöchentlich 2 Unterrichtsstunden zusätzlich, 2 Schulaufgaben, Jahresnote 4 oder besser). Mit Abschluß der 13. Klasse haben Sie das Niveau der 9. Klasse am Gymnasium erreicht und die Voraussetzungen für die „gehobenen Lateinkenntnisse“ und das „Kleine Latinum“ erbracht.
2.    Sie haben auch die Möglichkeit am Ende der 13.Klasse oder auch erst ein oder mehrere Jahre später die Ergänzungsprüfung abzulegen. Sie bezieht sich auf das gleiche Niveau und beinhaltet eine schriftliche Prüfung, bestehend aus einer Übersetzung (ca. 90 lateinische Wörter, z.B. ein Text von Caesar) und einem Fragenteil zum Hintergrund, und einer mündlichen Prüfung ähnlichen Inhalts (Wertung jeweils 2:1). Zur Ergänzungsprüfung (Anfang Juni) müssen Sie sich für das jeweilige Jahr bis zum 1.März an der BOS anmelden. Vorbereitungskurse gibt es außer an der BOS an der Volkshochschule und an der Universität oder bei Privatanbietern.
3.    Falls Sie bereits im Gymnasium in der Klasse 6 bis 9 Latein als Vorrückungsfach hatten und in der 9. oder einer höheren Klasse mindestens die Note 4 erreicht haben, können Sie sich per Antrag diese Vorkenntnisse anerkennen lassen und bekommen mit erfolgreichem Abschluß der 13. Klasse der BOS die allgemeine Hochschulreife ohne weitere Prüfung zuerkannt.


III.    Lehrplanübersicht

Innerhalb von zwei Schuljahren wird zunächst die grundlegende Grammatik und Satzlehre vermittelt (Lehrbuch: „Latinum“ Ausgabe B, Vandenhoeck und Ruprecht oder „prima brevis“ C.C. Buchner).
87Die höhere Sprachkompetenz und Transferfähigkeit von Erwachsenen ermöglicht ein Raffen des Stoffes der ersten vier Lateinjahre am Gymnasium mit etwas geringerem Wortschatz auf eine erheblich kürzere Zeit.
Im zweiten Schuljahr wird ca. ab dem Halbjahr anhand einer Auswahl von lateinischen und zweisprachigen Texten ein Überblick über wichtige Autoren gegeben (Caesar, Cicero, Seneca, Catull und Martial u.a.). Der Inhalt (Philosophie, Staat und Gesellschaft, Dichtung) orientiert sich an den Interessen von jungen Erwachsenen und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Allgemeinbildung.
Als Unterrichtsformen werden neben der Veranschaulichung von schwierigen Inhalten durch die Lehrkraft Aufgaben zur Vermittlung von Kompetenzen für den Alltag und die Allgemeinbildung gewählt sowie selbständiges Arbeiten, Teamarbeit und der sinnvolle Einsatz von Medien, sodass auch die Beschäftigung mit einer „toten“ Sprache eine lebendige Sache wird.






 

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