Französisch

Lehrplan

Die BOS in Bayern ist mit ihrem ersten eigenen L­ehrplan für Französisch in das neue Jahrtausend gestartet. Der Lehrplan ist erwachsenengemäß und anwendungsorientiert, d.h. die aktive kommunikative Kompetenz in Alltagssituationen steht im Vordergrund, um so besonders auch die berufliche Mobilität der Lernenden zu fördern. Der Unterricht beginnt in Klasse 12 ohne Vorkenntnisse und schließt mit Klasse 13 bei einem mittleren Niveau entsprechend dem Unterricht von Klasse 7-10 bzw. 6-9 (G8) einer allgemeinbildenden Schule ab. Er richtet sich an lerngewohnte Lernende, die rasch vorwärts kommen möchten, denn es ist eine zügige Progression vorgesehen. Der Lehrplan orientiert sich auch an dem international anerkannten französischen staatlichen Sprachdiplom DELF B1


Lehrplanthemen

Es sollen Einblicke in Besonderheiten des heutigen Frankreich und der französischsprachigen Welt gegeben werden.

Unter "Sprache und kultureller Hintergrund" finden sich z.B. folgende Themen: Lebensweisen und Gewohnheiten, Lebensumstände des Einzelnen - öffentliches Leben und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens - Bildungssystem und Arbeitswelt - Technologie und Umwelt - Geographie und Francophonie als Ergebnis historischer Entwicklungen - deutsch-französische Beziehungen - Kultur - Aktuelles.

Lehrwerke

Unsere Schule arbeitet mit dem Lehrbuch Génération Pro (2 bzw. 3 Bände/ Klett).Die Schule stellt die Lehrbücher zur Verfügung. Wir empfehlen jedoch, diese Bücher nach Möglichkeit selbst zu erwerben. Die Cahiers d’activités – niveau débutants mit Audio-CD und CD-ROM –- ISBN 978-3-12-524472-6 und niveau intermédiaire ebenfalls mit Audio-CD und CD-ROM – ISBN 978-3-12-524477-1 – Preis: jeweils 14,95€ - müssen selbst gekauft werden. Die cahiers d’activités enthalten unterstützendes Material, auch Hörübungen und umfangreiche interaktive Übungen.

Unterricht

Der Unterricht beträgt vier Wochenstunden Pflichtunterricht und setzt keinerlei Französisch-Vorkenntnisse voraus. Er ist entweder in den (langen) Vormittag integriert oder findet an zwei zusätzlichen Nachmittagen statt. Dabei soll viel angewendet und gesprochen werden. Vokabeln lernen, schriftliches Üben sowie zusätzliches Arbeiten mit dem interaktiven Selbstlernmaterial der Cahiers d’activités sind vorwiegend Hausaufgabe.

Leistungsmessung

Die jeweilige Jahresfortgangsnote setzt sich aus drei Schulaufgaben und einer entsprechenden Zahl von mündlichen Noten zusammen. Bei mindestens Note 4 als Jahresnote der 13. Klasse ist zusammen mit der fachgebundenen Hochschulreife auch die allgemeine Hochschulreife erreicht.


Ergänzungsprüfung

Eine "Abschlußprüfung" Französisch gibt es nicht. Die Jahresnote ist ausschlaggebend. Über eine eigene "Ergänzungsprüfung" können diejenigen die allgemeine Hochschulreife erlangen, die die fachgebundene Hochschulreife besitzen, aber keinen Französischunterricht an der BOS besucht haben und so keine entsprechende Jahresnote vorweisen können. Sie gelten als sog. Externe. Die Ergänzungsprüfung ähnelt im Charakter der DELF-Prüfung B1 und ist nicht mehr - wie früher - identisch mit dem Grundkursabitur des Gymnasiums. Aus dem Downloadbereich Ergänzungsprüfung des Ministerialbeauftragten für Südbayern können Sie Teile von Ergänzungsprüfungen   herunterladen. Für die DELF-Prüfung – und damit indirekt auch für die neue Ergänzungsprüfung an der BOS gibt es eine Reihe von Büchern. Einschlägige Verlage sind Didier/ Hatier (zu beziehen über Cornelsen-Verlag, Berlin), Hachette (zu beziehen über Hueber-Verlag, München), CLE (zu beziehen über Klett-Verlag Stuttgart).

Die Ergänzungsprüfung besteht aus zwei Teilen:
1. einem schriftlichen Prüfungsteil (doppelt gewichtet) und
2. einer mündlichen Prüfung (einfache Gewichtung).

Zu 1: Die schriftliche Prüfung besteht aus vier Aufgabenteilen:

1.1 einer Überprüfung des Leseverstehens anhand von Fragen zum Text und/oder anspruchsvolleren Zuordnungsaufgaben (Compréhension de texte);
1.2 der Erstellung eines französischen Textes auf der Basis inhaltlicher Vorgaben (Production de texte). Dabei kann es sich handeln um

- einen Brief (z. B. als Antwort auf eine Annonce)
- einen Lebenslauf anhand einer stichwortartig vorgegebenen Chronologie
- einen Bericht
- eine Stellungnahme zu einem Problem (ohne Vorgaben) oder
- einen ähnlichen kleinen Aufsatz;

1.3 einer Überprüfung allgemeinen sprachlichen Wissens durch Textrekonstruktion (Reconstruction de texte);
1.4 einer Überprüfung des Hörverstehens durch eine Reihe von Aufgaben im Anschluss an einen längeren oder mehrere kürzere Hörtexte (Compréhension orale).

Die Gewichtung der schriftlichen Prüfungsteile zueinander kann je nach Aufgabenstellung variieren. Das Verhältnis der Prüfungsteile zueinander sollte in etwa der folgenden Verteilung entsprechen:

Compréhension du texte: ca. 30 %
Production du texte: ca. 30 %
Reconstruction de texte: ca. 18 %
Compréhension orale: ca. 22 %.

Die schriftliche Prüfung wird zentral erstellt und zu einem zentral festgelegten Termin durchgeführt. Sie dauert 120 Minuten. Die Gesamtpunktzahl liegt bei ca. 120 Punkten. Es sind keine Hilfsmittel (Lexika) zugelassen.

Zu 2: Die mündliche Prüfung besteht aus drei Teilen:

2.1 einem Gespräch mit dem Prüfling über persönliche und alltägliche Sachverhalte wie z. B. die Herkunft, Hobbys, Beruf, Zukunftspläne etc. (Rituel de communication)
2.2 einer Präsentation des Prüflings mit beschreibendem und argumentativem Charakter im Anschluss an einen Text (Présentation d′un document) und
2.3 einem freieren Gespräch oder einer Dolmetschaufgabe.

Die mündliche Prüfung wird dezentral innerhalb eines bestimmten Zeitraumes durchgeführt und ist von der Schule zu erstellen. Zentral vorgegeben werden lediglich die Struktur und die Dauer der mündlichen Prüfung.

Die mündliche Prüfung dauert 20 Minuten pro Prüfling. Zur Vorbereitung auf den Prüfungsteil 2.2 erhalten die Prüflinge vorher 20 Minuten Zeit.


© 2017 BOS Wirtschaft München      Kooperationsschule der Ludwig Maximilians-Universität München            Impressum