Autorenlesung

Autorenlesung im Schuljahr 2013/2014


Jury Andruchowytsch


Jury Andruchowytsch (*13. März 1960) in Iwano-Frankiwsk, Ukraine) ist ein ukrainischer Schriftsteller, Dichter, Essayist und Übersetzer. Er gilt zu Beginn der 21. Jahrhunderts als eine der wichtigsten kulturellen und intellektuellen Stimmen seines Landes.

Er debütierte als Lyriker, publizierte Essays und zahlreiche Artikel zu aktuellen Themen. 1985 war er Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe "Bu-Ba-Bu" (Burlesk-Balagan-Buffonada). Seine drei Romane "Rekreacij" (1992), "Moskoviada" (1993), "Perverzija" (1999) wurden ins Polnische und Russische übersetzt. "Mein Europa" (mit Andrzej Stasiuk) erschien 2004 und 2005 der Roman "Zwölf Ringe", für den er mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Völkerverständigung 2006 ausgezeichnet wurde.











Marc Deckert

Wo wird es in Deutschland eigentlich noch richtig dunkel? Diese Frage stellte sich Marc Deckert im Rahmen seines Romandebüts „Die Kometenjäger“. Auch wenn er selbst noch nie in den Genuss gekommen ist, einen Kometen zu sehen, so hat ihn zumindest die Suche danach genug  Inspiration für sein Erstlingswerk geboten.
Die Begegnung mit dem Schriftsteller, welche durch das jährlich stattfindende Literaturfestival der Stadt München ermöglicht wurde, gab den  Schülern der Klassen 11A und 11D die Chance einen Einblick in den Alltag eines Journalisten zu gewinnen.





Autorenlesung im Schuljahr 2012/2013


Montag, 19.11.2012

Lena Gorelik

Lena Gorelik emigrierte 1992 zusammen mit ihrer russisch-jüdischen Familie als Kontingentflüchtling aus Russland nach Deutschland. Sie erhielt ihre Ausbildung zur Journalistin an der Deutschen Journalistenschule in München. Anschließend absolvierte sie den Studiengang Osteuropastudien an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Gorelik veröffentlicht sowohl belletristische als auch wissenschaftliche Texte und Reiseliteratur.





Autorenlesung im Schuljahr 2010/2011

Montag, 20. 12. 2010
liest

Lena Gorelik

aus ihren Romanen

Meine weißen Nächte und Verliebt in Sankt Petersburg




Autorenlesung im Schuljahr 2009/2010


Donnerstag, 15. Januar
liest

Tilman Rammstedt

aus seinem Roman

„Der Kaiser von China“

Mit diesem Roman gewann Tilman Rammstedt am 28. Juni 2008 den Ingeborg-Bachmann Preis in Klagenfurt.
Tilman Rammstedt wurde 1975 in Bielefeld geboren. Er studierte Philosophie und Literaturwissenschaft in Tübingen, Berlin und Edinburgh. 2001 war Rammstedt Mitbegründer der Lesebühne Visch & Ferse, die seit einigen Jahren immer wieder versucht, sich aufzulösen. Er ist auch Texter und Musiker bei der Gruppe Fön.

Werke von Tilman Rammstedt:

Tilman Rammstedt wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem Open Mike, dem Rheinischen Kulturförderpreis, dem New-York-Stipendium der Kulturstiftung der Länder, dem Kasseler Literaturförderpreis für grotesken Humor und dem Literaturförderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

























Mittwoch, 16. Dezember 2009
liest der Lyriker

Werner Vogt

für die 13. Klassen aus:
"engelsam" Gedichte zu Engelbildern von Paul Klee

Der Autor Werner Vogt, geb. 1956, ist nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann, dem Abitur an unserer Berufsoberschule und dem Studium der Psychologie als Psychotherapeut in München und Gersthofen tätig.

Als Supervisor begleitet er seit vielen Jahren u.a. Teams in Kliniken, Krankenhäusern und Schulen. Er lehrt Psychologie an der Fachakademie für Heilpädagogik der Stadt München und ist Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Würzburg.

Das Buch "engelsam" versammelt 28 Engelbilder von Paul Klee (1878-1940) und darauf bezogene Gedichte von Werner Vogt. Es ist 2006 erschienen, in der Edition Pongratz LIII und hat große Beachtung gefunden.




Donnerstag, 17. 12. 2009

liest

Nevfel Cumart

Nevfel Cumart, geboren 1964 in Ligenfeld, wuchs in Stade in einer türkischen "Gastarbeiterfamilie" auf und studierte ab 1986 Turkologie, Arabistik und Islamwissenschaft in Bamberg. Seit 1993 lebt er freiberuflich als Schriftsteller, Referent, Übersetzer und Journalist in Stegaurach bei Bamberg.

Neben Lyrikbänden in Deutsch, Englisch und Türkisch veröffentlicht Cumart auch eine Sammlung mit Erzählungen. Er ist mit zahlreichen Aufsätzen und literarischen Essays in verschiedenen Anthologien und Fachpublikationen vertreten. Cumart übersetzte aus den Werken vieler türkischer Autoren und schrieb über diverse Themen zum Islam.

Für sein literarisches Werk erhielt Cumart mehrere Literaturpreise. Vor wenigen Wochen sendete das Bayerische Fernsehen ein längeres Portrait über Nevfel Cumart.





Autorenlesung im Schuljahr 2008/2009

Mittwoch, 17. Dezember 2008
liest der Lyriker

Werner Vogt

für die 13. Klassen aus:
"engelsam" Gedichte zu Engelbildern von Paul Klee




Donnerstag, 27. November 2008
von 12:15 bis 13:30 Uhr
Raum 106
für die 11. Klassen

Alina Bronsky liest aus ihrem Buch "Scherbenpark"

http://bachmannpreis.eu/de/autoren/10


Autorenlesung im Schuljahr 2007/2008

Donnerstag, 31. Januar 2008
von 10:35 Uhr bis 12:05 Uhr
in der Aula der BOS-Wirtschaft

Karl Kraus
die letzten Tage der Menschheit

Präsentiert für alle 12. Klassen von

Roland Astor und Klaus Obalski



Autorenlesung im Schuljahr 2006/2007


Mittwoch 20.12.2006
Kaouther Tabai liest an der BOS im Rahmen des Projekts „Im Dialog“

Kaouther Tabai verließ 1983 Tunesien, um an der TU München ein Studium der Informatik aufzunehmen. Tabai blieb nach erfolgreichem Abschluss in Deutschland und erkor die bayerische Landeshauptstadt zu ihrer Wahlheimat. Die hauptberufliche Softwareentwicklerin betont ihre Verbundenheit zur Literatur, die sie bereits in frühen Jahren prägte. Zu ihren literarischen Einflüssen und Vorbildern zählt Tabai die bekannten Weimarer Schriftsteller Goethe und Schiller, deren Werke sie bereits im Schulunterricht kennen lernte, sowie den weltweit vielgelesenen Autor Hermann Hesse. Tabai gelangen bereits verschiedene Veröffentlichungen (Erzählungen u. Gedichte), sowohl in Deutschland, als auch in Tunesien.

Nach kurzer Begrüßung begann Tabai rasch, die autobiographische Kurzgeschichte „Jamina“ ihrer ersten Veröffentlichung „Das kleine Dienstmädchen“ vorzulesen. Sie erzählt von ihrer kindlichen Faszination für eine arme, doch umso großzügigere Wäscherin, die sie mit „Köstlichkeiten“, namentlich Witzen und Geschichten, versorgt. Sie thematisiert hier Wertvorstellungen der Liebe, Familie und Zusammengehörigkeit und der Entfernung vom Materialismus, den Tabai auch später oft anspricht und kritisiert.

Die folgende zweite Geschichte „Das Geburtstagsgeschenk“ gibt die Überlegungen einer Person wieder, die sich wegen eines eben solchen Geschenkes an eine ausländische Freundin Gedanken macht. Tabai zeigt hier das oft absurde, unterschwellig gar feindliche Verhalten gegenüber Ausländern auf, mit welchem Tabai jedoch überraschender-, ja glücklicherweise selbst nie zu kämpfen hatte. Auf die Frage, ob sie mit diesem Text
eigene Erlebnisse verarbeitet, verneint sie und berichtet von ihren positiven Erfahrungen des „Entgegenkommens“ an der Universität. Die letzte Erzählung „Im Kindergarten“ behandelt erneut eine bestimmte Form von Ausländer-/ Rassenfeindlichkeit, wie sie bereits im Kindesalter durch vorurteilsbehaftete Erziehung durch die Eltern entstehen und in ein gestörtes Sozialverhalten münden kann. Leider gelingt es gerade bei diesem Thema von gesellschaftlichem Interesse Tabai nicht, in literarischer Form zu überzeugen.

Die Vorlesungen ihrer Kurzgeschichten wurden regelmäßig von Fragerunden unterbrochen, die eine Möglichkeit boten, mit der Schriftstellerin über die Werke zu diskutieren, bzw. Meinungen über das Gehörte auszutauschen. Tabai gab Antworten zu Fragen bzgl. der Kultur ihres Herkunftslandes und erhielt selbst die Möglichkeit, Anliegen vorzutragen, die sich mit einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Materialismus in kapitalistischen Gesellschaften und der eigenen Identitätsfrage innerhalb eines Landes, einer Religion oder einer Gesellschaft beschäftigten. Während diese Runden anfangs recht zäh verliefen, konnte die schüchterne Stimmung innerhalb des Publikums bald einer interessierteren Zugänglichkeit weichen. Auf die Frage, ob sie sich für ihren eigenen Nachwuchs eine ähnliche Leidenschaft zur Literatur erhoffe, gab sie mit Bestimmung Recht und wünschte auch ihren Zuhörern viel Spaß und Freude an ebendieser.

Daniel Wessel




Donnerstag, 1. Februar 2007

Susanne Fischer

1968 geboren, hat nach Politikstudium und Journalistenschule an der Henri-Nannen-Schule zehn Jahre für die »Süddeutsche Zeitung«, »Die Woche« und »Der Spiegel« über deutsche Politik berichtet. Seit Herbst 2003 schreibt sie aus dem und über den Irak, u.a. für »Der Tagesspiegel«, »Die Zeit«, »Facts« und »Brigitte«. Seit März 2005 bildet sie im kurdischen Nordirak für das britische Institute for War and Peace Reporting (IWPR) als dessen Länderchefin irakische Journalisten aus. Nach »Cafe Bagdad«, zusammen mit Christoph Reuter geschrieben, ist »Meine Frauen-WG im Irak oder Die Villa am Rande des Wahnsinns« ihr zweites Buch. Susanne Fischer lebt und arbeitet im irakischen Suleimania und in Hamburg.








Frühere Lesungen


Friedrich Ani

Friedrich Ani wurde am 7. Januar 1959 in Kochel am See geboren. Er schrieb seine ersten Hörspiele und Theatestücke bereits kurz nach dem Abitur, als er nach München zog. Danach absolvierte er eine Drehbuchwerksatt an der Hochschule für Film und Fernsehen. Nach dem Zivieldienst in einem Heim für schwer erziehbare Jungen war Ani von 1981 bis 1989 Polizeireporter, Kulturjournalist und Drehbuchautor. Ani erhielt den Literaturförderpreis der Stadt München, den Staatlichen Förderpreis für Literatur des bayerischen Kultusministeriums und den Deutschen Krimipreis 2002.

Friedrich Ani lebt heute als freier Schriftsteller in München. Er schreibt auch Drehbücher für Kriminalserien im Fernsehen und Hörspiele.

Krimis von Friedrich Ani (Auswahl)


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